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Die Stimmen der Greifvögel und Falken
Art.-Nr.: 2-Audio-CD-147177, ISBN 978-3-938147-17-7

SET 2 Audio-CDs
19,99 €
alle Preise inkl. MwSt. zzgl. Versand

Die Stimmen der Greifvögel und Falken

von Karl-Heinz Dingler und Christian Fackelmann
48 Greifvögel und 45 Falken
Spieldauer 156 Minuten
Bestell-Nr. 2-Audio-CD-147177, ISBN 978-3-938147-17-7

Die Faszination der Greifvögel und Falken

Diese 2 Audio-CDs stellen Rufe und sonstige Lautäußerungen von 58 Greifvogel- und 45 Falkenarten in 311 Tonaufnahmen vor. Mit einer Spieldauer von 156 Minuten wurde das umfangreichste Tondokument mit einmaligen Aufnahmen seltener und auch wenig erforschter Arten aus fünf Kontinenten realisiert. Die Reihenfolge der Tonaufnahmen erfolgte in erster Linie im Hinblick auf bessere Vergleiche der Lautäußerungen ähnlicher Arten orientiert an der Systematik bewährter Fachliteratur. Hinter jedem Titel ist die Spielzeit der dazugehörenden Einzelaufnahmen angegeben. Für die Bettelrufe der Jungvögel wurde jeweils ein eigener Titel angelegt. Das Begleitbuch enthält Detailangaben zu den Tonaufnahmen sowie auch Aufnahmeorte und weitere interessante Hintergrundinformationen in Deutsch, Englisch und Französisch.

INHALTSVERZEICHNIS (CD-Titel-Nr. / Titel / Hinweise / Spieldauer)

CD1: GREIFVÖGEL - Cathartideae - Pandionidae - Accipitridae

1 Truthahngeier, 2-3 Bartgeier, 4-5 Schmutzgeier, 6 Kappengeier, 7-8 Gänsegeier, 9 Sperbergeier, 10 Ohrengeier, 11-12 Mönchsgeier, 13-14 Fischadler, 15 Schreiseeadler, 16 Bindenseeadler, 17-18 Seeadler, 19-20 Weißkopf-Seeadler, 21 Kronenadler, 22 Harpyie, 23 Philippinenadler, Affenadler, 24-25 Steinadler, 26-27 Kaiseradler, 28-29 Spanischer Kaiseradler, 30 Schreiadler, 31 Schelladler, 32 Steppenadler, 33 Savannenadler, 34 Kaffernadler, 35-36 Habichtsadler, 37-38 Zwergadler, 39-40 Schlangenadler, 41 Einfarb-Schlangenadler, 42 Gaukler, 43 Schlangenweihe, 44 Gleitaar, 45-46 Rotmilan, 47-48 Schwarzmilan, 49 Schmarotzermilan, 50 Keilschwanzweihe, 51 Höhlenweihe, 52-53 Rohrweihe, 54 Kornweihe, 55-56 Wiesenweihe, 57 Steppenweihe, 58-59 Adlerbussard, 60 Raufußbussard, 61 Königsbussard, 62-63 Wüstenbussard, 64 Rotschulterbussard, 65 Präriebussard, 66 Rotschwanzbussard, 67-68 Mäusebussard, 69 Wespenbussard, 70-71 Graubürzel-Singhabicht, 72 Gabarhabicht, 73-74 Habicht, 75 Mohrenhabicht, 76 Afrikahabicht, 77 Schikrasperber, 78-79 Sperber, 80 Kurzfangsperber, 81 Eckschwanzsperber

CD2: FALKEN und KARAKARAS - Falconidae

1 Gelbkehlkarakara, 2 Falklandkarakara, 3 Chimangokarakara, 4 Gelbkopfkarakara, 5 Lachfalke, 6 Sperberwaldfalke, 7 Zweibinden-Waldfalke, 8 Graurücken-Waldfalke, 9 Traylorwaldfalke, 10 Kappenwaldfalke, 11 Halsband-Zwergfalke, 12 Rötelfalke, 13 Steppenfalke, Weißaugenfalke, 14 Fuchsfalke, 15 Buntfalke, 16-17 Turmfalke, 18 Kapverden-Turmfalke, 19 Afrikanischer Turmfalke, 20 Madagaskarfalke, 21 Mauritiusfalke, 22 Molukkenfalke, 23 Graufalke, 24 Schwarzrückenfalke, 25 Bindenfalke, Madagaskargraufalke, 26 Rothalsfalke, 27 Merlin, 28-29 Baumfalke, 30 Afrikanischer Baumfalke, 31 Malaienbaumfalke, 32 Eleonorenfalke, 33 Schieferfalke, 34 Fledermausfalke, 35 Aplomadofalke, 36 Rußfalke, 37 Laggerfalke, 38 Lannerfalke, 39 Präriefalke, 40-41 Sakerfalke, 42-43 Gerfalke, 44 Rotbrustfalke, 45 Taitafalke, 46-47 Wanderfalke, 48-49 Wüstenfalke, 50 Amurfalke, 51 Rotfußfalke, 52-61 Brutzyklus der Rotfußfalken

Wissenswertes über Greifvögel und Falken

Nur wenige Tiergruppen haben den Menschen so sehr in ihren Bann gezogen wie die Greifvögel und Falken. Seit Jahrtausenden sind sie eng mit unserer Kulturgeschichte verbunden, und überall hinterließen sie ihre Spuren, etwa im Märchen, im Volkslied, im Aberglauben, in der Malerei oder bildenden Kunst.

Wann gehen Greifvögel und Falken auf Nahrungssuche?

Auf Nahrungssuche gehen Greifvögel und Falken am Tag oder während der Dämmerung. Sie ernähren sich nahezu ausschließlich von Tieren. Beute ab einer bestimmten Größe wird von vielen Greifvögeln mit den Krallen erdolcht, von den Falken durch einen Biss in den Nacken getötet. Insgesamt handelt es sich bei ihnen um vergleichsweise anpassungsfähige Vogelarten.

Die Fortpflanzung der Greifvögel und Falken

Für gewöhnlich schreiten Greifvögel und Falken einmal im Jahr zur Fortpflanzung. Im Gegensatz zu den Greifvögeln bauen Falken keinen eigenen Horst; ihre Eier legen sie zum Beispiel in Fels- und Gebäudenischen ab oder in verlassenen Nestern anderer Vögel. Das Gelege der meisten Greifvögel und Falken besteht aus 2 oder mehr Eiern, die im Abstand von jeweils 1 bis 4 Tagen gelegt werden. Die Bebrütung erfolgt entweder nur durch das Weibchen oder abwechselnd durch Männchen und Weibchen. Im Allgemeinen wird mit dem ersten Ei begonnen, und die Jungen schlüpfen zeitlich versetzt. Sie werden von beiden Elternteilen betreut und sind erst einige Wochen bis Monate nach dem Ende der Nestlingszeit selbstständig.

Hörerlebnis über den gesamten Brutzyklus des Rotfußfalken - Falco vespertinus

Ein besonderes Hörerlebnis sind die Aufnahmen des Rotfußfalken (Titel 52-61), die den gesamten Brutzyklus der Art akustisch darstellen. Dabei wurden die natürlichen Umgebungs- und Nebengeräusche der Steppen- Landschaft im Westen Rumäniens bewusst nicht herausgefiltert, sondern zur Vermittlung eines authentischen Klangbildes soweit möglich in den Originalaufnahmen belassen.

Anfang Mai kehren die Rotfußfalken aus den Winterquartieren in Afrika in die Brutgebiete der Pannonischen Tiefebene zurück. Zu diesem Zeitpunkt haben die Saatkrähen, Nebelkrähen und Elstern, auf deren Nester die Falken zur Brut angewiesen sind, noch Jungvögel in den Nestern.

Auch die in der Region überwinternden Turmfalken und Waldohreulen nutzen die leer stehenden oder freiwerdenden Krähen und Elsternnester, so dass ein Mangel an Brutmöglichkeiten herrscht. Dies führt zu einem starken Konkurrenzkampf um die Brutplätze – die Rotfußfalken müssen warten, bis die jungen Krähen und Elstern die Nester verlassen haben.

Bis zu deren Ausfliegen halten sich die Rotfußfalken in unmittelbarer Nähe der potenziellen Brutplätze auf. Zwischendurch werden heftige Angriffe auf die Nester (hier: Saatkrähen) geflogen, um die Jungvögel zu bewegen, diese schneller zu verlassen (Titel 52-53). Haben die Falken einen Brutplatz gefunden oder erkämpft, bleibt das Weibchen am Nest, während das Männchen Beute heranschafft. Ist das Männchen in Sicht, beginnt das Weibchen zuerst leise, beim Näherkommen desselben lauter werdend zu Lahnen (Titel 54-55).

Nach der Beuteübergabe wacht das Männchen neben dem kröpfenden Weibchen – im Anschluss erfolgt die von aufgeregten Rufen begleitete Kopula (Titel 56). Danach stellt sich das Männchen zumeist auf eine Warte in der Nähe und wacht – oder beginnt mit der Gefiederpflege, während das Weibchen ständig lahnt. Oft kommt es kurz darauf nochmals zur Paarung. Diese wurden hier regelmäßig durch die Attacken immaturer Männchen gestört.

Nach knapp vier Wochen schlüpfen die i.d.R. 3-4 Jungvögel. Während der ersten 10 Tage werden diese vom Weibchen durchgehend gehudert und beschützt, danach beginnt auch das Weibchen wieder zu jagen. Sind die Altvögel abwesend, verhalten sich die Nestlinge ruhig. Sobald ein Altvogel mit Futter erscheint oder in der Nähe landet, beginnen sie sofort zu betteln (Titel 57-58). Bei Fütterungen wird die Intensität und Lautstärke der Bettelrufe sofort gesteigert und durch heftiges Flattern der Flügel unterstützt. Mit etwa 4 Wochen stellen sich die Jungvögel auf Äste neben dem Horst (Titel 59), nach weiteren 2-3 Tagen in Nachbarbäume und fliegen den Altvögeln bei Fütterungen bereits ein Stück entgegen. Noch 2 Wochen werden die Ästlinge von den Eltern gefüttert (Titel 60), dann müssen sie bereits selbstständig sein.

In dieser Zeit fallen viele der unerfahrenen und durch ihre Bettelrufe auffälligen Jungfalken anderen Prädatoren zum Opfer – vor allem dem Habicht, welcher sofort nach der Brutzeit auch in den isolierten Wäldchen der Steppe auftaucht. Täglich sind dann die aufgeregten Warnrufe der wachenden Altfalken zu hören (Titel 61).

Im Laufe des Augusts und Septembers ziehen die Rotfußfalken wieder in die Winterquartiere.

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