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Vogeltipps von Andreas Schulze (Buch)
Art.-Nr.: Buch-532950

Buch
9,99 €
alle Preise inkl. MwSt. zzgl. Versand

Vogeltipps für jedermann

Das Originalbuch von Dr. Andreas Schulze
128-seitiges Buch, 43 Fotos, 40 Skizzen
Bestell-Nr. Buch-532950

Wichtige Fragen unserer Vogelwelt verständlich und zuverlässig beantwortet

Originalausgabe des Ehrenwirth Verlages

Inhalt des Vogeltipps-Buches von Dr. Andreas Schulze

Vogelkunde
Flug- und Lernvermögen, Lebenserwartung, Gesang; Entwicklungsgeschichte; Zugverhalten; Brutbiologie
Findelkinder
Unterbringen, Füttern, Ausgewöhnen; Pflege verletzter Vögel

Vögel beobachten
Ferngläser, Vogelbestimmung; das Vogeljahr; Lebensräume; Vogelspuren

Winterfütterung
Weich- und Körnerfresser; Wasser-, Feld- und Greifvögel, Eulen

Vogelvolk im Garten
Katzen und andere Vogelfeinde; Nisthilfen, Tränken; naturnahe Gartenbepflanzung; Anlegen und Betreuen eines Teichs

Nistkästen
Mit Bastelanleitungen und umfassende Informationen zu über 30 Vogelarten!

Problemvögel
Elstern, Krähen, Tauben, Möwen, Schwäne, Greifvögel u. a.

Vogel- und Naturschutz
Bedeutung für den Menschen – Hintergrundinformationen; Naturkreisläufe; Verzeichnis aller bedrohten Vögel; Gefährdungsursachen; Schutzmaßnahmen

KLEINE VOGELKUNDE von Dr. Andreas Schulze


WAS IST EIN VOGEL? Welche Rolle hat Gefieder? Was ist während der Mauser?

Vögel sind Wirbeltiere mit einer Körpertemperatur von meistens 38 bis 44 Grad Celsius. Im Gegensatz zu Insekten, Amphibien und Reptilien büßen sie auch bei Eis und Frost nichts von ihrer Beweglichkeit ein. Alle ausgewachsenen Vögel besitzen ein vor Nässe und Auskühlung schützendes Gefieder. Bei großer Kälte wird es abgespreizt, schließt mehr Luft ein, die Wärmeisolation steigt, und der Vogel sieht rundlicher aus. Federn sind tote Gebilde, die regelmäßig geputzt und zum Teil eingefettet werden müssen. Trotzdem nutzen sie sich relativ schnell ab und werden für gewöhnlich einmal im Jahr ausgewechselt. Während der Mauser, wie man den entsprechenden Vorgang nennt, verlieren Taucher, Rallen und Enten sogar für einige Wochen ihre Flugfähigkeit.

WIE ERKLÄRT SICH DIE EROBERUNG DES LUFTRAUMS DURCH VÖGEL?

Die Eroberung des Luftraums erklärt einige anatomische Besonderheiten: Um beim Fliegen keine Wirbel zu erzeugen, ist der Körper stromlinienförmig und relativ leicht. Zähne gibt es nicht; ihre Arbeit übernehmen der Schnabel oder ein kräftiger Muskelmagen. Die Knochen sind hohl und vielfach miteinander verschmolzen; bei den Weibchen der meisten Arten ist nur der linke Eierstock voll entwickelt. Ein System von Luftsäcken durchzieht den Körper, sodass alle Organe optimal mit Sauerstoff versorgt werden können. Vögel schwitzen nicht und sparen damit Wasser. Bei Bedarf erzeugen sie durch Hecheln eine Verdunstungskälte im Rachen und kühlen so ihr Blut ab.

SIND DER GRÖSSE DES VOGELKÖRPERS GRENZEN GESETZT?

Der Größe des Vogelkörpers sind in beide Richtungen Grenzen gesetzt. Die eng verwandten Arten Sommer- und Wintergoldhähnchen sind als kleinste Vögel Europas nur 9 cm lang und 5 g leicht. Im Verhältnis zum schwersten mitteleuropäischen Vogel, dem Höckerschwan (Gewicht bis 23 kg, Gesamtlänge 1,6 m), besitzen sie eine wesentlich größere Körperoberfläche. Das bedeutet erhöhten Wärmeverlust, der durch gesteigerte Nahrungsaufnahme ausgeglichen werden muss. Daher sind Kleinvögel besonders im Winter fast ständig auf der Suche nach Futter. Die Riesen unter den Gefiederten bekommen dagegen Probleme mit ihrem Flugvermögen. Vor allem das Starten erfodert einen enormen Energieaufwand, und die Tragflächen mit der dazugehörigen Muskulatur lassen sich nicht beliebig ausweiten. Der größte lebende Vogel, der 2,7 m hohe und 150 kg schwere Afrikanische Strauß, ist durch seine Körpergröße flugunfähig.

KÖNNEN VÖGEL ZÄHLEN?

Ja, und zwar Haustauben bis fünf, Dohlen bis sieben, Kolkraben bis acht. Man kann Dohlen darauf dressieren, nur Nahrung aus Näpfen aufzunehmen, die z. B. genau drei Tuschepunkte aufweisen. Auch wenn man diese Markierung verändert oder durch bewegliche Mehlwürmer ersetzt, beachten die abgerichteten Vögel keine anderen Futtergefäße mehr. Ebenso lernen sie es, nur eine bestimmte Anzahl Leckerbissen zu verzehren und den Rest unangetastet zu lassen.
Vögel sind allerdings nicht so intelligent wie Säugetiere. Da sie auf bestimmte Umwelteinflüsse immer wieder ähnlich mit angeborenen Verhaltensweisen reagieren, lassen sie sich oft relativ leicht durchschauen. Ein gutes Beispiel ist das sogenannte Verleiten vieler Bodenbrüter beim Auftauchen eines Feindes. Die Vögel wirken verletzt, torkeln auffällig mit schleppenden Flügeln wenige Meter vor dem Eindringling her und locken ihn vom Gelege oder den Jungen weg. Dann fliegen sie plötzlich unversehrt auf und kehren zum Brutplatz zurück. Mit Sicherheit handelt es sich hier um kein überlegtes "Sichkrankstellen", wie man früher glaubte, sondern um eine weitgehend starre, im Erbgut vorprogrammierte Handlung.
Rebhuhnküken, die für wissenschaftliche Untersuchungen künstlich ausgebrütet und isoliert gehalten wurden, versteckten sich blitzartig im Bodenbewuchs ihres Käfigs, als man ein Stück Pappe mit den Umrissen eines Greifvogels über sie hielt. Die Fähigkeit, instinktiv sofort das Richige zu tun, benötigen Vögel auch beim Fliegen, wo ständig unerwartete Hindernisse auftauchen können.

Junger Kuckuck stemmt Eier aus dem Nest eines Drosselrohrsängers

Gefilmt von Dr. Andreas Schulze

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