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Regenwald Ecuador
Art.-Nr.: Audio-CD-794020, ISBN 978-3-935329-25-5

Audio-CD
19,99 €
alle Preise inkl. MwSt. zzgl. Versand

Regenwald Ecuador

von Joachim Stall, Jürgen Schwarz und Karl-Heinz Dingler
Audio-CD inklusive 16-seitigem Beiheft
Spieldauer 72 Minuten
Bestell-Nr. Audio-CD-794020, ISBN 978-3-935329-25-5

Fischertukan, Jaguar, Ozelot, Waldhund ...

Eine Audio-CD mit Tonaufnahmen aus dem Regenwald von Ecuador mit Vogelstimmen, Tierstimmen, Naturgeräuschen und Musik. Das 16-seitige Beiheft enthält viele Bilder und Informationen. Entdecken Sie Ecuador auf eine besonders interessante Art und Weise!

INHALT der Audio-CD "Regenwald Ecuador"


1 Musik Tamia Sisa 2:10

Traditionelle Musik aus dem Hochland von Ecuador – gespielt von der Gruppe Tamia Sisa.

2 Regenwaldstimmung 4:21

An einem Seitenarm des Rio Napo liegt ein kleines Hüttencamp, von dem wir unsere Erkundungen in das nahe gelegene Naturschutzgebiet starten. Nach längerem Fußmarsch erreichen wir eine kleine Lichtung im Regenwald, wo wir unser Zelt aufschlagen, um am anderen Morgen das Aufwachen des Waldes zu dokumentieren.

3 Schreipiha 2:24

Den charakteristischen Ruf des Schreipiha hört man oft laut und deutlich, doch man sieht diesen Vogel selten. Er lebt in den Regenwäldern Amazoniens und gehört zu der ansonsten recht farbenfrohen Familie der Cotingas.

4 Abends auf dem Fluss 4:05

Wir treiben auf einem schmalen Einbaum langsam den Fluss hinunter. Unser Mikrofon befindet sich vorn am Bug. Es donnert in der Entfernung, ein Gewitter zieht vorbei.

5 Ozelot 3:23

Der Ozelot ist nachtaktiv und bewegt sich sowohl auf dem Boden als auch in Bäumen. Man hört die Stimme eines männlichen Tieres. Zu seinen Beutetieren gehören kleine Hirsche, Affen, Nagetiere und Reptilien. Verbreitung: vom Südwesten der USA nach Süden hin sowie in weiten Teilen Südamerikas; Lebensraum: Regen- und Bergwälder, Busch- und Grasland; Kopfrumpflänge: 60 –100 cm; Gewicht: 7 –16 kg; Schwanzlänge: 27– 45 cm; Alter: bis zu 20 Jahre. Wegen seines wertvollen Fells wäre der Ozelot beinahe ausgerottet worden. Heute ist er bedroht, weil sein Lebensraum immer mehr zerstört wird.

6 Morgenstimmung 4:13

Frühmorgens in der Nähe eines Dorfes aufgenommen, vermischen sich die Stimmen des Regenwaldes mit den Geräuschen der Haustiere, wie beispielsweise den Hähnen.

7 Gelbbrustara 3:05

Rund um unser Camp leben auch einige Aras. Auf dieser Tonaufnahme sind sehr deutlich Gelbbrustaras zu hören, die am liebsten Wälder in unmittelbarer Nähe von Flussläufen oder mit Palmen bewachsene Sumpfgebiete bewohnen. Diese Papageienart übernachtet oft auf Schlafbäumen.

8 Gesang im Regenwalddorf 2:01

Wir sind zu Besuch in einem nahe gelegenen Dorf. Der „Bürgermeister” singt uns ein Lied über das Heiraten. Auch die Kinder singen gerne; wegen unserem Mikrofon halten sie sich aber schüchtern zurück.

9 Braunkopf-Klammeraffe 2:33

Mitten im Regenwald liegt ein kleines Dorf an einem Bachlauf, wo sich ein Pärchen Braunkopf-Klammeraffen an einer unbewohnten Hütte aufhält und einander durch die offenen Räume jagt. Es sind die Rufe des Männchens zu hören. Kopfrumpflänge: 37 – 59 cm, Schwanzlänge: 60 – 81 cm.

10 Bootsfahrt 10:45

Morgens mit dem Boot auf dem Fluss zu fahren ist ein Erlebnis. Viele Stimmen und Geräusche ziehen langsam an uns vorüber. Nach einiger Zeit kündigen sich die immer näher kommenden Stromschnellen an, die wir dann teilweise durchfahren.

11 Abends auf dem Turm 3:30

Unser Mikrofon steht auf einem ca. 20 m hohen Erkundungsturm. Zikaden veranstalten ein ohrenbetäubendes Konzert. Manchmal verstummen alle gleichzeitig. Dann kann man tief in den Regenwald hineinhören. Nachtfalter brummen um das Mikrofon.

12 Jaguar 3:22

Der Jaguar ist ein typischer Einzelgänger. Nur während der Paarungszeit bilden Männchen und Weibchen vorübergehend eine Gemeinschaft. Dann durchstreift das Männchen sein Territorium, das 50 – 200 qkm groß sein kann, und sucht im Urwald die Geruchs- und Harnzeichen des Weibchens. Dabei ist die Stimme des Männchens zu hören. Kopfrumpflänge: 110 – 180 cm; Schwanzlänge: 40 – 70 cm; Gewicht: 30 – 150 kg; Alter: bis 20 Jahre.

13 Musik in Baños 3:34

Wir verlassen die Regenwaldregion; in Baños, einer Stadt im Hochland, treffen wir auf dem Markt eine Musikgruppe.

14 Mittags vor dem Gewitter 3:06

Um die Mittagszeit bestimmen wenige Zikaden die Klangkulisse.

15 Venezuela-Amazone 4:30

Die etwa 31 cm großen Venezuela-Amazonen, die zur Familie der Papageien gehören, bewohnen vielseitige Lebensräume, wie zum Beispiel alle Arten von Wäldern, Mangroven und Sümpfen. Die Nahrung der Vögel besteht im Freiland aus Früchten, Samen, Beeren, Nüssen, Blüten und Blattknospen. Venezuela-Amazonen leben paarweise oder in kleinen Gruppen, an den Futterplätzen und vor allem an den Schlafbäumen kann es auch zu Ansammlungen von bis zu tausend Vögeln kommen.

16 Markt in Otavalo 3:10

Weit über die Landesgrenzen hinaus ist der Markt in Otavalo als Indiomarkt bekannt. Wir streifen mit unserem Mikrofon an den Marktständen vorbei und lauschen den Gesprächen.

17 Regen in Alandaluz 4:35

Bei Alandaluz – einem ökotouristischen Zentrum, 5 km vor Ayampe – hören wir den warmen Nieselregen, der auf uns und auf die Blätter der Bäume tropft.

18 Fischertukan 2:12

Auf der ersten Aufnahme ist der Gesang des Männchens zu hören. Es handelt sich hierbei um einen vollständigen Gesang. Das Tukanweibchen antwortet nur ganz kurz. Im Hintergrund hört man die leisen Rufe des Kletterwaldsängers. Kaum ein Vogel wirkt so unproportioniert wie der den Spechten nahe stehende Fischertukan.

19 Dünen und Regenwald 3:06

Hier leben viele verschiedene Vogelarten, die mit ihrem Gesang einen Kontrast zur nahe gelegenen Meeresbrandung bilden.

20 Waldhund 3:10

Eine Familie von nachtaktiven Waldhunden streift herum. Man hört die Stimme des Männchens und Weibchens sowie Bettelrufe von vier hungrigen Jungtieren. Der Waldhund bewohnt die tropischen Urwälder Südamerikas und hält sich dort vorzugsweise im dichten Pflanzengewirr der Fluss-, Sumpf- und Seeufer auf. Waldhunde leben und jagen in kleineren Familienverbänden von meist vier bis sechs Tieren. Hauptbeutetiere sind Pakas und Wasserschweine. Waldhunde kommen in Wassernähe häufig vor und sind gute Schwimmer. Kopfrumpflänge: 55 – 76 cm; Schwanzlänge: 7– 15 cm; Schulterhöhe: 25 – 30 cm, Gewicht: 5 – 7 kg; Alter: bis über 10 Jahre.

21 Pazifischer Ozean 4:37

Die Brandung des Pazifischen Ozeans an der Küste Ecuadors.

ECUADOR: Kleines Land – große Vielfalt

Ecuador – der kleinste aller Andenstaaten – ist zugleich der ungewöhnlichste. Nirgends auf der Erde finden wir bezogen auf die Fläche eine derartige Vielfalt an Landschaftsformen, Klimazonen, Tier- und Pflanzenarten. Mit einer Fläche von 283.561 qkm einschließlich der Galapagosinseln ist Ecuador etwa 35.000 qkm kleiner als Westdeutschland. Und doch kann man hier einen großen Teil der südamerikanischen Flora und Fauna erleben.

Das Andenhochland – mit schneebedeckten, zum Teil noch aktiven Vulkanen – erstreckt sich von Norden nach Süden. Hier dreht der viel besungene Kondor seine Runden, für viele Südamerikaner noch heute ein Symbol der Freiheit. Der Chimborasso mit seinem 6.310 m hohen Gipfel gilt – vom Erdmittelpunkt aus gerechnet – als höchste Erhebung der Erde. In diesem Gebiet liegen auch viele sehenswerte Kraterseen, wie zum Beispiel der Kratersee Quilotoa. An nur einem Tag erreicht man von hier aus die Pazifikküste mit stimmungsvollen Dörfern und weiten Sandstränden. Tausend Kilometer vom Festland entfernt liegen die legendären Galapagosinseln, auf denen die nördlichsten Pinguine der Erde anzutreffen sind.

Im direkten Küstenbereich werden die tropischen Regenwälder Ecuadors häufig von Mangroven gesäumt. Mangrovenwälder gedeihen im Gezeitenbereich der Meere. Östlich der Anden erstreckt sich der Regenwald des Amazonastieflandes, in Ecuador Oriente (span. = Osten) genannt. Der Oriente nimmt fast die Hälfte der Landesfläche ein. Das Gebiet hat mit 2.100 bis 4.800 mm jährlich die höchsten Niederschlagswerte des Landes, die jährlichen Durchschnittstemperaturen liegen zwischen 21 und 23 Grad Celsius.

Mit dem Boot auf einem der unzähligen Flüsse unterwegs, kann man die faszinierende Tier- und Pflanzenwelt des Dschungels beobachten. Klammeraffen turnen in den Kronen der Baumriesen herum, Schwärme bunter Papageien drehen unter ohrenbetäubendem Lärm ihre Runden. Zu den im Oriente lebenden zahlreichen Reptilienarten gehört die gigantische Abgott- oder Königsschlange (Boa Constrictor), von den Indianern aufgrund ihrer Würgekraft ehrfurchtsvoll „Matacaballos“ (Pferdetöter) genannt.

Im Oriente lebt auch der Jaguar – auch als „el tigre” bezeichnet, weil er wie Leopard und Löwe brüllen kann.

Die Pflanzenwelt ist in den tropischen Regenwäldern so vielfältig wie nirgends sonst auf der Erde. Wissenschaftler schätzen, dass zwei Drittel aller Pflanzen in den Tropenwäldern gedeihen. Ein Baum im Regenwald ist zugleich Lebensraum für andere exotische Tiere und Pflanzen. Bis zu hundert Pflanzenarten – Lianen, Würgefeigen, Orchideen – finden auf einem einzigen Urwaldriesen Platz. In den Bromeliengewächsen, die in den trichterförmigen Blüten Wasser speichern, tummelt sich allerlei Getier.

Hier im Oriente, wo Flussdelfine und Kaimane leben, wo unendlich viele Vogel- und Insektenarten für ein immer währendes Konzert sorgen, kann man die Faszination der tropischen Regenwälder erleben.

Ecuador gilt heute noch als „Geheimtipp“ und wer einmal dort war, der ist verzaubert von diesem Land.

Tropischer Berg- und Nebelwald

Die Zone der immergrünen tropischen Tiefland-Regenwälder geht an den Gebirgshängen des Andenhochlandes in den immergrünen Bergwald über. Verstärkte Wolkenbildung und Steigungsregen führen zu einer größeren Regenhäufigkeit im Bergwald gegenüber dem Tiefland-Regenwald. Hinzu kommt noch die Kondensation der Nebeltropfen auf Zweigen und Blättern, so dass die 5 – 15 m hohen Bestände des montanen Regenwaldes ganzjährig in kühlerem Klima extremer Feuchtigkeit ausgesetzt sind. Die Regenwälder des Hochlandes sind gegenüber den Tiefland-Regenwäldern noch artenreicher. Das Ökosystem der Bergwälder ist allerdings weniger stabil als das der Tiefland-Regenwälder. Eine besondere Form des tropischen Bergwaldes ist der tropische Nebelwald zwischen 1.000 und 3.000 m mit jährlichen Niederschlagsmengen von mindetens 2.000 mm.

Die Wälder im Westen Ecuadors zählen zu den biologisch vielfältigsten der Erde. Viele der hier beheimateten Tiere und Pflanzen sind bereits auf der Liste der vom Aussterben bedrohten Arten. In dem Gebiet Intag in der Provinz Imbabura finden wir noch bedeutende Areale von Primärwäldern. Experten schätzen, dass in Teilen dieser Biosphäre sogar eine höhere Anzahl von Pflanzenarten beheimatet ist als im Tiefland-Regenwald Amazoniens. Zu den bedrohten Tierarten im Intag gehören Brillenbär, Puma, Ozelot, Jaguarundis, Bergtapir, Klammeraffe, Felsenhahn und der schon fast ausgestorbene Gelbohrpapagei. Intag liegt im Norden Ecuadors – etwa 60 km nördlich (Luftlinie) der Hauptstadt Quito an der Westflanke der Anden in Höhen von 800 m bis über 4.000 m.

Zum Schutz der Bergnebelwälder wird die einheimische Bevölkerung direkt durch Bildungsmaßnahmen gefördert, schon vorhandene Schutzgebiete sollen langfristig vergrößert und für schonenden Tourismus genutzt werden. Der Schwerpunkt liegt in der Arbeit mit jungen Erwachsenen. Umweltbildung und Alternativen für die einheimische Bevölkerung zu schaffen, ist langfristig die einzige Maßnahme, die Wälder – und somit die Lebensgrundlage der Menschen – wirksam zu schützen. Inzwischen kommen Orchideenforscher, Biologen und Naturbegeisterte aus aller Welt nach Intag, um die Tier- und Pflanzenwelt zu erkunden.

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