Startseite · Warenkorb · AGB · Widerrufsrecht · Widerrufsformular
Kontakt · Impressum · Datenschutz

329491_EUR_2CD-ROM-MP3.jpg
Die Vogelstimmen Europas, Nordafrikas und Vorderasiens
Art.-Nr.: 2CD-ROM-MP3-329491, ISBN 978-3-938147-01-6

CD-ROM-MP3
69,95 €
alle Preise inkl. MwSt. zzgl. Versand

Die Vogelstimmen Europas, Nordafrikas und Vorderasiens

von Dr. Andreas Schulze und Karl-Heinz Dingler
2 CD-ROM-MP3
Spieldauer 17 Stunden
Bestell-Nr. 2-CD-ROM-MP3-329491, ISBN 978-3-938147-01-6

Die Stimmen aller Vögel Europas

2 CD-ROM-MP3 mit 2.817 Tonaufnahmen der Gesänge, Rufe und anderen Lautäußerungen von 819 Vogelarten. In den PDF-Begleitbüchern werden die Tonaufnahmen in deutscher, englischer und französischer Sprache erläutert. Gedrucktes Register mit den wissenschaftlichen, deutschen, englischen und französischen Artbezeichnungen.

Nie zuvor wurden die Vogelstimmen Europas, Nordafrikas und Vorderasiens in solcher Qualität und Vollständigkeit präsentiert. Die Vögel sind nach der zoologischen Systematik geordnet; ähnliche Arten lassen sich daher gut vergleichen. Für viele Vogelarten wurden zwei oder mehr gesonderte, aufeinanderfolgende Titel angelegt. Diese Neuheit ermöglicht es beispielsweise, die Rufe getrennt vom Gesang anzuwählen, was in der Praxis deutliche Vorteile bringt. In den PDF-Begleitbüchern werden die Tonaufnahmen in deutscher, englischer und französischer Sprache erläutert. Die Informationen aus den Büchern erscheinen auch beim Abspielen auf dem PC oder MP3-Player.

Die enthaltenen Vogelarten zu dieser Edition finden Sie im folgenden PDF-Buch:
Link zum PDF-Buch
(Register mit wissenschaftlichen, deutschen, englischen und französischen Namen)

Hinweise zu diesem Werk „Die VOGELSTIMMEN Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ von Dr. Andreas Schulze

Lautäußerungen von Vögeln

In keiner Tierklasse spielen Lautäußerungen eine so herausragende und vielseitige Rolle wie bei den Vögeln. Da Vogelstimmen artkennzeichnende Merkmale sind, ist es besonders für Feldornithologen von großem Vorteil, zumindest die wichtigsten Gesänge, Rufe und Instrumentallaute zu kennen – zum Beispiel beim Kartieren versteckt lebender Arten, die man kaum zu Gesicht bekommt. Das vorliegende Werk ist auf 2 CD-ROM-MP3-Discs erhältlich. Es stellt die Lautäußerungen von 819 Vogelarten Europas, Nordafrikas und Vorderasiens vor und besteht aus 2.817 Tonaufnahmen. Die Gesamtspieldauer beträgt ca. 17 Stunden.

Das behandelte Gebiet der Westpaläarktis

Das behandelte Gebiet umfasst die gesamte Westpaläarktis: ganz Europa (im Norden bis Svalbard und Franz-Joseph-Land, im Osten bis zum Ural und zum Kaspischen Meer); die Azoren, Madeira, die Kanarischen Inseln und die Kapverdischen Inseln; Nordafrika bis etwa 21 Grad nördlicher Breite (unter anderem mit Marokko, Nordmauretanien, Algerien, Tunesien, Libyen, Ägypten); Vorderasien (im Osten durch die Ostgrenze der Türkei und des Iraks begrenzt, im Süden ungefähr durch den 28. Grad nördlicher Breite, also in etwa durch die Südgrenze Jordaniens und Kuwaits). Die über 600 westpaläarktischen Brutvogelarten sind nahezu alle enthalten, die nicht brütenden Arten zum großen Teil. Seltenheiten und Ausnahmeerscheinungen wurden grundsätzlich knapper behandelt, im Ton sowohl wie im Text.

Ordnung nach der zoologischen Systematik

Die einzelnen Vögel sind nach der zoologischen Systematik geordnet; ähnliche Arten lassen sich daher gut vergleichen. Neue Erkenntnisse, die sich durch molekularbiologische Methoden, wie DNA-Fingerprinting und DNA-Sequenzierung, ergeben haben, wurden an vielen Stellen berücksichtigt. Im Ganzen gesehen, bleibt die Reihenfolge der Arten jedoch im weitgehenden Einklang mit den meisten Bestimmungs- und Handbüchern. Die Familien und Unterfamilien sind in der Regel so angeordnet, dass sie nicht durch das Ende einer CD unterbrochen werden. Gruppen oder Arten, die äußerlich oder von der Stimme her besonders leicht zu verwechseln sind, wurden bei Bedarf zusammengestellt.

Trennung von Gesängen, Rufen und Jungvögeln

Bei jedem Vogel wird auf den folgenden Seiten die deutsche und wissenschaftliche Artbezeichnung genannt. Gesänge und Rufe befinden sich stets auf getrennten, doch aufeinanderfolgenden Tracks, lassen sich also unabhängig voneinander anwählen. Ebenso wurden die Lautäußerungen von Jungvögeln oder von akustisch abweichenden Unterarten in der Regel mit eigenen Tracks ausgestattet, oft auch Instrumentallaute.

Klangattrappenversuchen oder Kartierungsarbeiten

Bei Klangattrappenversuchen oder Kartierungsarbeiten beispielsweise ergeben sich dadurch deutliche Vorteile. Es versteht sich von selbst, dass ein etwaiges Vorspielen von Gesang stets maßvoll erfolgen sollte, um den angelockten Vogel nicht zu vertreiben. Zur gegenwärtigen Gesetzeslage (die selbst dies in vielen Fällen verbietet) sei mir als aktivem und langjährigem Naturschützer die Anmerkung gestattet, dass sie zwar einer Vielzahl von unwesentlichen Dingen penibel und bürokratisch den Riegel vorschiebt, doch das letztlich entscheidenste Naturschutzproblem nicht einmal ansatzweise zu lösen vermag: den hemmungslosen Flächenverbrauch.

Kennzeichnungen und Begleittexte

Die fett gedruckten Zahlen zu jedem Vogel geben an, wo die einzelnen Lautäußerungen zu finden sind. Die Zahl vor dem Schrägstrich steht für die CD, die Zahl nach dem Schrägstrich für den zugehörigen Track: 15/24 bedeutet also, dass es sich um CD 15 und dort um Track 24 handelt. Zu jeder einzelnen Zuspielung wird die genaue Startzeit genannt; die letzte Zeitangabe steht für die Gesamtspieldauer. Die Zahl vor dem Doppelpunkt entspricht den Minuten, die Zahl nach dem Doppelpunkt den Sekunden: 0:00 - 2:33 - 3:26 bedeutet somit, dass es sich insgesamt um zwei getrennte Zuspielungen handelt, von denen die zweite nach 2 Minuten und 33 Sekunden beginnt, außerdem, dass beide zusammen eine Spieldauer von 3 Minuten und 26 Sekunden haben. Die Begleittexte zu den Tonaufnahmen wurden bewusst kurz gehalten, zumal sich genauere Deutungen in vielen Bestimmungs- und Handbüchern finden. Etliches in dieser Hinsicht ist noch unzureichend erforscht.

Der Vogelgesang

Die Grenze zwischen Gesängen und Rufen verläuft keineswegs scharf, sondern fließend. Gesänge sind nicht auf Singvögel beschränkt; die Reinheit der Töne spielt für die Bezeichnung von Lautäußerungen als Gesang keine Rolle. Gesänge sind meistens aus zahlreichen Untereinheiten zusammengesetzt und strophig oder kontinuierlich aufgebaut. Die allgemeinste und am leichtesten zu erklärende Funktion von Gesang ist die Vermittlung von Informationen zur Arterkennung. Gesänge sind artspezifisch und spielen eine wichtige Rolle bei der Fortpflanzung beziehungsweise Isolation von Fortpflanzungsgemeinschaften. Für gewöhnlich werden dem Gesang folgende soziale Funktionen zugesprochen: Reviermarkierung und -verteidigung, Anlocken von Weibchen, Förderung des Zusammenhalts der Paare, gegenseitige Stimulation benachbarter Männchen oder Mitglieder einer Gruppe sowie Synchronisation der Partner eines Paares bei der Balz. Meist singen nur die Männchen, bei einigen Arten allerdings auch die Weibchen.

Gesangsaktivität der Vögel

Die Gesangsaktivität erreicht besonders vor und zu Beginn eines Fortpflanzungszyklus ihr Maximum. Die Zeit der Gesangsruhe fällt in der Regel mit der postnuptialen Mauser zusammen. Danach – in mittleren und höheren Breiten überwiegend im Herbst – kann es zu einem kleinen Gesangsgipfel kommen: dem Herbstgesang, der wiederum mit einer gewissen Keimdrüsentätigkeit einhergeht. Darüber hinaus unterliegt die Gesangstätigkeit oft einem ausgeprägten Tagesgang, der sich innerhalb einer Gesangs- beziehungsweise Fortpflanzungsperiode ändern kann. Im Frühjahr und Sommer sind oft die frühen Morgen- und späten Abendstunden Zeiten der Gesangsmaxima, beim Herbstgesang dagegen der späte Vormittag. Die Gesangstätigkeit wird darüber hinaus stark von der Witterung beeinflusst.

Rufe der Vögel

Rufe sind im Allgemeinen einfach strukturiert und kurz und im Unterschied zum Gesang meist nicht mit der Fortpflanzung verknüpft. In der Regel werden sie von beiden Geschlechtern geäußert, meist das ganze Jahr über in einem bestimmten Zusammenhang oder während einer bestimmten Verhaltensweise. Die Funktionen von Rufen überschneiden sich teilweise mit denen von Gesang. Es gibt Dutzende von Situationen, Verhaltensweisen und Stimmungen, für die eigene Rufe festgestellt wurden, etwa, um einige wenige Beispiele zu nennen: Rufe vor dem Abflug, beim Abflug, während des Fluges, vor dem Landen, beim Entdecken einer Futterquelle; Rufe beim Warnen vor einem Bodenfeind, einem sitzenden Luftfeind, einem fliegenden Luftfeind ohne erkennbare Jagdabsicht oder einem jagenden Luftfeind.

Instrumentallaute der Vögel

Instrumentallaute werden im Gegensatz zu Gesängen und Rufen nicht vokal erzeugt, also nicht mit dem Stimmapparat. Das Trommeln der Spechte etwa kommt dadurch zustande, dass der Vogel seinen Schnabel in rhythmischer Folge auf eine meist besonders resonanzfähige Unterlage schlägt und dadurch arttypische Signale liefert. Instrumentallaute können auch durch das Aufeinanderschlagen von Ober- und Unterschnabel hervorgebracht werden oder durch Flügelklatschen oder umgestaltete Federn, die im Luftstrom zu vibrieren beginnen.

Technische Hinweise

Zu jedem Track erscheint nach der deutschen Artbezeichnung mindestens eine Abkürzung:
G = Gesang, R = Rufe, J = Rufe von Jungvögeln, T = Trommeln (mit dem Schnabel), F = im Flug erzeugte Geräusche, K = Klappern, Knappen und Klopfen (jeweils mit dem Schnabel) oder mit dem Kehlsack hervorgebrachte Geräusche

Zu meiner Arbeit als Tierfilmer

Bei meiner Arbeit als Tierfilmer für das Bayerische Fernsehen habe ich viele der westpaläarktischen Vogelarten eingehend kennengelernt. Einen Großteil meiner Beobachtungen machte ich aus Tarnzelten, oft aus nur wenigen Metern Entfernung, zum Beispiel in unzugänglichen Sümpfen oder in Baumkronen, hoch über dem Boden, Auge in Auge mit Reihern, Milanen, Adlern, Falken und anderen Vögeln. Wo es sich anbot, beschränkte ich mich nicht auf das Filmen oder Fotografieren, sondern fertigte außerdem Tonaufnahmen an, häufig unter abenteuerlichen Bedingungen.

Weitere Entwicklung

Das vorliegende Werk soll weiter ausgebaut werden und es liegen bereits viele weitere interessante Aufnahmen und Vogelarten vor. Wenn Sie über Tonaufnahmen verfügen, die zur Vervollständigung oder Verbesserung beitragen können, bitte ich Sie, Kontakt mit dem Verlag aufzunehmen. Dankbar bin ich darüber hinaus für Anregungen aller Art.

Ihr Andreas Schulze

Verlagshinweis zu Dr. Andreas Schulze
Dr. Andreas Schulze wurde am 15. Januar 1965 in Hamburg geboren und studierte Biologie und Germanistik in München. Er war freier Mitarbeiter des Bayerischen Rundfunks und Autor zahlreicher ornithologischer Tonträger, Bücher und Hörfunkbeiträge. Seine Tierfilme wurden ins Englische, Französische, Spanische, Arabische und andere Sprachen übertragen und in mehr als sechzig Ländern der Erde im Fernsehen gezeigt. Für seine Arbeit bekam er hohe Auszeichnungen, unter anderem den Bruno-H.-Schubert-Preis.



Dieser Webshop wurde mit der kostenfreien Shopsoftware xaranshop® V4.0 erstellt.