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VOGELSTIMMEN-KONZERT AM MORGEN

(siehe Kategorie Vogelstimmen-CDs - Gesänge und Rufe)
Das Erwachen der Vögel ist ein Erlebnis. Es gibt Frühaufsteher und Langschläfer.
Auf der CD "Der Garten erwacht" sind Gartenvögel in der Reihenfolge ihres
morgendlichen Gesangsbeginns zu hören. Man kann fast die Uhrzeit mit dem
Gesangsbeginn der Vögel bestimmen. Vergleichen Sie selbst mit dem Vogelkonzert
in Ihrem Garten und entdecken Sie die "Vogeluhr" Ihrer gefiederten Frühaufsteher!



KLEINE VOGELKUNDE von Dr. Andreas Schulze


WAS IST EIN VOGEL? Welche Rolle hat Gefieder? Was ist während der Mauser?

Vögel sind Wirbeltiere mit einer Körpertemperatur von meistens 38 bis 44 Grad Celsius. Im Gegensatz zu Insekten, Amphibien und Reptilien büßen sie auch bei Eis und Frost nichts von ihrer Beweglichkeit ein. Alle ausgewachsenen Vögel besitzen ein vor Nässe und Auskühlung schützendes Gefieder. Bei großer Kälte wird es abgespreizt, schließt mehr Luft ein, die Wärmeisolation steigt, und der Vogel sieht rundlicher aus. Federn sind tote Gebilde, die regelmäßig geputzt und zum Teil eingefettet werden müssen. Trotzdem nutzen sie sich relativ schnell ab und werden für gewöhnlich einmal im Jahr ausgewechselt. Während der Mauser, wie man den entsprechenden Vorgang nennt, verlieren Taucher, Rallen und Enten sogar für einige Wochen ihre Flugfähigkeit.

WIE ERKLÄRT SICH DIE EROBERUNG DES LUFTRAUMS DURCH VÖGEL?

Die Eroberung des Luftraums erklärt einige anatomische Besonderheiten: Um beim Fliegen keine Wirbel zu erzeugen, ist der Körper stromlinienförmig und relativ leicht. Zähne gibt es nicht; ihre Arbeit übernehmen der Schnabel oder ein kräftiger Muskelmagen. Die Knochen sind hohl und vielfach miteinander verschmolzen; bei den Weibchen der meisten Arten ist nur der linke Eierstock voll entwickelt. Ein System von Luftsäcken durchzieht den Körper, sodass alle Organe optimal mit Sauerstoff versorgt werden können. Vögel schwitzen nicht und sparen damit Wasser. Bei Bedarf erzeugen sie durch Hecheln eine Verdunstungskälte im Rachen und kühlen so ihr Blut ab.

SIND DER GRÖSSE DES VOGELKÖRPERS GRENZEN GESETZT?

Der Größe des Vogelkörpers sind in beide Richtungen Grenzen gesetzt. Die eng ver-
wandten Arten Sommer- und Wintergoldhähnchen sind als kleinste Vögel Europas nur 9 cm lang und 5 g leicht. Im Verhältnis zum schwersten mitteleuropäischen Vogel, dem Höckerschwan (Gewicht bis 23 kg, Gesamtlänge 1,6 m), besitzen sie eine wesentlich größere Körperoberfläche. Das bedeutet erhöhten Wärmeverlust, der durch gesteigerte Nahrungsaufnahme ausgeglichen werden muss. Daher sind Kleinvögel besonders im Winter fast ständig auf der Suche nach Futter. Die Riesen unter den Gefiederten bekommen dagegen Probleme mit ihrem Flugvermögen. Vor allem das Starten erfodert einen enormen Energieaufwand, und die Tragflächen mit der dazugehörigen Muskulatur lassen sich nicht beliebig ausweiten. Der größte lebende Vogel, der 2,7 m hohe und 150 kg schwere Afrikanische Strauß, ist durch seine Körpergröße flugunfähig.

KÖNNEN VÖGEL ZÄHLEN?

Ja, und zwar Haustauben bis fünf, Dohlen bis sieben, Kolkraben bis acht. Man kann Dohlen darauf dressieren, nur Nahrung aus Näpfen aufzunehmen, die z. B. genau drei Tuschepunkte aufweisen. Auch wenn man diese Markierung verändert oder durch bewegliche Mehlwürmer ersetzt, beachten die abgerichteten Vögel keine anderen Futtergefäße mehr. Ebenso lernen sie es, nur eine bestimmte Anzahl Leckerbissen zu verzehren und den Rest unangetastet zu lassen.
Vögel sind allerdings nicht so intelligent wie Säugetiere. Da sie auf bestimmte Umwelteinflüsse immer wieder ähnlich mit angeborenen Verhaltensweisen reagieren, lassen sie sich oft relativ leicht durchschauen. Ein gutes Beispiel ist das sogenannte Verleiten vieler Bodenbrüter beim Auftauchen eines Feindes. Die Vögel wirken verletzt, torkeln auffällig mit schleppenden Flügeln wenige Meter vor dem Eindringling her und locken ihn vom Gelege oder den Jungen weg. Dann fliegen sie plötzlich unversehrt auf und kehren zum Brutplatz zurück. Mit Sicherheit handelt es sich hier um kein überlegtes "Sichkrankstellen", wie man früher glaubte, sondern um eine weitgehend starre, im Erbgut vorprogrammierte Handlung.
Rebhuhnküken, die für wissenschaftliche Untersuchungen künstlich ausgebrütet und isoliert gehalten wurden, versteckten sich blitzartig im Bodenbewuchs ihres Käfigs, als man ein Stück Pappe mit den Umrissen eines Greifvogels über sie hielt. Die Fähigkeit, instinktiv sofort das Richige zu tun, benötigen Vögel auch beim Fliegen, wo ständig unerwartete Hindernisse auftauchen können.



WIE SIND FLUGGESCHWINDIGKEITEN UND FLÜGELSCHLÄGE UNSERER VÖGEL?

Graureiher, Finken, Rotschwänze erreichen im normalen Flug ungefähr 40 Stunden-
kilometer, Turmfalken, Rebhühner, Saatkrähen 60, Turteltauben 70, Stockenten 90 km/h. Das Tempo des Sperbers liegt meist zwischen 20 und 70 Stundenkilometern, das des Kiebitz bei 40 bis 70, und Mauersegler legen beim normalen Jagdflug 65, beim Schnellflug 145 Kilometer pro Stunde zurück. Mit Rückenwind, bei akuter Gefahr oder beim Stoß auf Beute können kurzfristig wesentlich höhere Geschwindigkeiten erzielt werden: Der Wanderfalke fliegt für gewöhnlich mit 50 bis 60 km/h dahin, im Sturzflug dagegen steigt sein Tempo auf sagenhafte 350 Stundenkilometer, die in Europas Tierwelt wohl unübertroffen sind.
Je kleiner der Vogel, desto größer ist in der Regel die Zahl der Flügelschläge pro Sekunde; auch wenn die Fluggeschwindigkeit unter der einer größeren Art liegt. Bei 56 km/h schlägt ein Haussperling 13mal in der Sekunde mit den Flügeln, eine Elster dagegen nur dreimal. Um 80 Stundenkilometer zu erreichen, müssen Brachvögel 4,2 Flügelbewegungen pro Sekunde aufbringen, Ringeltauben 5, Stare 7,5.


WIE STEHT ES MIT AUGEN, GEHÖR, GERUCHS- UND GESCHMACKSSINN?

Vögel sind ausgesprochene Augentiere. Einige größere Arten sehen wesentlich besser als der Mensch und können noch Dinge erkennen, die wir nur mit einem Fernglas wahrnehmen. Besonders lichtstarke und der Dunkelheit angepasste Augen besitzen Eulen. Im Hellen sind sie aber keineswegs blind. Die Sumpfohreule etwa jagt regelmäßig auch tagsüber. Eulen verdrehen beim Umherblicken ihren Kopf übrigens deshalb so stark, weil die nach vorne gerichteten und starren Augen (die Augäpfel sind in den Höhlen festgewachsen und lassen sich nicht rollen) nur ein Gesichtsfeld von knapp 90 Grad ergeben. Einen lückenlosen Rundblick von 360 Grad haben dagegen einige Limikolen (Watvögel). Dies ist Folge ihrer genau seitlich am Kopf gelegenen Augen, die gleichzeitig nach vorne und hinten blicken. Dreidimensional, also wirklich plastisch, sehen diese Vögel allerdings nur den schmalen Sektor, der von beiden Augen gleichzeitig erreicht wird.
Das Gehör der Vögel ist ausgezeichnet und etwa mit dem des Menschen zu vergleichen.
Indessen sind Geruchs- und Geschmackssinn für gewöhnlich schlecht entwickelt.

WIE ALT WERDEN VÖGEL?

Die durchschnittliche Lebenserwartung erreicht bei weitem nicht das mögliche Höchstalter und beträgt bei vielen Singvögeln nur ein bis zwei Jahre. Oft fliegen hier lediglich aus der Hälfte der Nester Junge aus, von denen kaum mehr als ein Drittel das erste Lebensjahr vollendet. Danach liegt die jährliche Sterblichkeit zwischen 40 und 60 Prozent.
Wenn er nicht vorzeitig ums Leben kommt, kann wohl nahezu jeder europäische Vogel wenigstens 10 Jahre alt werden. Zeisig, Buchfink und Nachtigall erlangten in menschlicher Obhut gelegentlich das Alter von 20 Jahren, Uhu und Kolkrabe wurden 68. Die Beringung freilebender Vögel ergab, dass Haubenlerchen 11, Kuckucke 14, Sperber 15, Dohlen und Turmfalken 16, Blesshühner und Eichelhäher 18, Amseln, Stare und Saatkrähen 20, Mauersegler 21, Waldkäuze 22, Flussseeschwalben, Graureiher und Mäusebussarde 25, Kiebitze 26, Stockenten und Wespenbussarde 29, Brachvögel, Lachmöwen und Trottellummen 32, Silbermöwen 33, Küstenseeschwalben und Weißstörche 34 und Eissturmvögel über 36 Jahre alt werden können.



WIE VERSTÄNDIGEN SICH VÖGEL?

Eine Sprache, die mit unserer vergleichbar wäre, besitzen Vögel nicht. Trotzdem können sie sich in gewissem Umfang mitteilen. Wenn ein Vogel mit vorgestrecktem und gesenktem Kopf, abgespreizten Flügeln und aufgerichtetem Gefieder eine bedrohlich wirkende Abwehrhaltung einnimmt, versteht ein Störenfried oder Angreifer dies sofort und wird sich in vielen Fällen eingeschüchtert zurückziehen, ohne dass es zu einem Kampf kommt. Stockenten, die den Schnabel immer wieder auf- und abwärts bewegen, bringen zum Ausdruck, dass sie demnächst zusammen auffliegen werden. Die Tiere stimmen sich gewissermaßen aufeinander ab. Dies tun z. B. auch unsere Lappentaucher, indem sie vor der Begattung gemeinsam Balzspiele vollführen. Bei den meisten Vogelarten signalisiert das Weibchen durch bestimmte Körperbewegungen seine Paarungsbereitschaft.

Die "Kleine Vogelkunde" wird fortgesetzt und in Kürze folgen weitere Informationen!
Einige Beispiele künftiger Themen:
SIND GESÄNGE DER VÖGEL UNENTBEHRLICH?
WIE WICHTIG SIND DIE RUFE DER VÖGEL?
WIE ENTWICKELTEN SICH DIE VÖGEL?
u.v.m.
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